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Stadtwerke Strausberg zeigen Werke von Karsten Forbrig


Manche nennen es Kunst -
Am 30.09.2003 um 18.30 Uhr in Strausberg,Kundencenter der Stadtwerke, Kastanienallee 38, Ausstellungseröffnung; Manche nennen es Kunst: Malerei, Grafik, Collagen und Plastiken von Karsten Forbrig (ws) Am Dienstag, dem 30. September 2003 wird um 18.30 Uhr im Kundencenter der Stadtwerke Strausberg GmbH, 15344 Strausberg Kastanienallee 38, in der Reihe Jugendförderung Kunst die Ausstellung „Manche nennen es Kunst“ mit Malereien, Grafiken, Collagen und Plastiken eröffnet. Mit seiner bis zum 6. November dauernden Exposition stellt sich der 1981 geborene Karsten Forbrig mit einer Werkschau erstmals der Öffentlichkeit vor. Der junge Strausberger mit zeitweiligem Hang zum Rebellieren und unbändiger Lust auf Kreativität entdeckte nach erfolgreichem Gymnasiumsabschluß zuerst seine Vorliebe fürs Schreiben. Zum ermutigenden Ausprobieren auf journalistischem und schriftstellerischem Gebiet entzündete sich vor knapp zwei Jahren der Ehrgeiz, auch künstlerisch zu experimentieren. Von begabten Gleichgesinnten im Freundeskreis angestachelt, lernte er beizeiten den Widerspruch zwischen Wollen und Können kennen. Er begann mit Tattoo´s, Treblelinien, Mustern und Ornamenten. Fand das unbefriedigend, ergriff Chancen, sich zu schulen. Menschen zu malen reizte. Skizzen entstanden, wurden verworfen. Gegen eigene Zweifel stellte sich die Freude an den künstlerischen Versuchen. Die begriff er als Entspannung, als Ruhepool und Möglichkeit, emotionalen Ballast loszuwerden. Allemal war das sinnvoller, als Freizeit zu vergeuden. Vorher im Kunstunterricht war er mittelmäßig, sagt Karsten Forbrig über sich. Doch muß er von seiner Mutter, einer Kunstlehrerin mit musikalischen Ambitionen, wohl genetische Impulse erhalten haben. Bei allem selbstkritischen Einschätzungsvermögen, nach dem er glaubt, sich in keiner Weise als Maler betrachten zu dürfen, gelingt ihm bei „eher brachialem Umgang mit Farben“ Bemerkenswertes. Eben weil es ihm Spaß macht, Unkonventionelles zu versuchen. Zu Kohle und Feinliner, mitgeführten Utensilien, wie Zeichenblock, Anatomiebuch, Weißstifte oder Feder kam bei den Farbversuchen das verführerische Acryl dazu. Seine Malerei, meint er, sei nicht nett, relativiert das aber. Kraß sind die in einem Bild eingearbeiteten Tageskippen des Kettenrauchers, eines seiner besten Freunde. Längst gibt es für ihn aber nicht nur Schwarzweißtöne oder frustrierendes Düsteres. Dazwischen sei nun mal Graues. Und unverzichtbares Buntes, wie ihm das nicht zuletzt aus seiner Arbeit im Europäischen Freiwilligendienst deutlich wurde. Er will Menschen erreichen, wozu auch zählt, ihnen etwas zum Lächeln zu bieten. Bei umliegenden Apotheken ist er inzwischen wegen gekaufter Gipsbinden beliebt. Seine Gipsplastiken, wie zum Thema „Schwangerschaft“ sollen anderes aussagen als die strukturellen Assoziationsspiele seiner Grafiken oder die politisch motivierten Collagen. Einen Sammelwahn hat er entwickelt gegenüber Fotopublikationen und allem Möglichen mit der Absicht, das bestgeeignet künstlerisch in Kontrast zu setzen. Für Geld malen möchte er nicht. Er verschenkt Bilder, weil er ihrer irgendwann überdrüssig ist, vor allem aber, wenn er anderen damit Freude bereitet. Was kann er sich besseres vorstellen, als daß sich jemand mit seiner Malerei umgeben möchte. Da gibt er sogar her, wovon er sich eigentlich nicht trennen will. Im Oktober dieses Jahres wird er beginnen zu studieren. Literatur als Hauptfach steht schon fest. Aber da besteht genauso das Interesse allgemein an Kultur, an Kunst, Musik oder Kulturjournalismus. Vielleicht gehe er nach Frankreich. Seine Zukunft sei jedenfalls zu seiner Freude „wahnsinnig offen“. (Wolfgang Suchardt)
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