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Ausstellung „Lebens-Geschichten“ im Kundencenter der Stadtwerke


Acrylmalerei, Plastiken und Steinguss- Werke von Angelika Bunke
Am Abend des 05. Oktober wurde im Kundencenter der Stadtwerke die Ausstellung „Lebens-Geschichten“ eröffnet. Die Künstlerin, Angelika Bunkeaus Radebrück, möchte mit ihren Werken weder Märchen erzählen noch belehren.Sie möchte Geschichten erzählen von ihren eigenen Sorgen und Ängsten, aber auch der Hoffnung, die sie selbst im Alltag immer wieder erfahren hat. Zwischen Idee und künstlerischer Umsetzung lagen Tage, Monate, manchmal Jahre. So lange wie es eben dauert, bis der Kern einer Idee, das Wesen einer Erfahrung, seinen künstlerischen Ausdruck gefunden hat – als Acrylmalerei, Bronzeplastik oder Steinguss-Werk.

Der Gesang der Hugo-Distler-Musikschülerin Isabel Elkner, die von Andreas Wenzke am Keyboard begleitet wurde, bildete mehr als den musikalischen Rahmen einer Ausstellungseröffnung. Insbesondere die dritte Kostprobe der jungen Sängerin, eine Interpretation des Sarah McLachlan-Klassikers „Angel“, machte Lust auf mehr – vielleicht auch, weil ihre ausdrucksstarke Stimme einen so bemerkenswerten Kontrast zu ihrer zurückhaltend-scheuen Performance bildete.

Künstlerin Angelika Bunke eröffnete schließlich die Ausstellung und lud ein zum Gedankenspaziergang durch ihre „Lebens-Geschichten“.

Die „Lebens-Geschichten“ von Angelika Bunkewerden vom 05.10. bis zum 17.11.2011im Kundencenter der Stadtwerke Strausberg gezeigt. Infos von Wolfgang Suchardt:

Stadtwerke zeigen gemalte und in Bronze geronnene „LEBENS-GESCHICHTEN“
Beschäftigung mit der Kunst ist für Angelika Bunke Medizin und Lebensinhalt

(ws) Ab dem 5. Oktober 2011 stellt sich Angelika Bunke aus Radebrück im Kundencenter der Stadtwerke Strausberg GmbH, 15344 Strausberg Kastanienallee 38, mit einer Auswahl künstlerischer Arbeiten vor, die es in sich haben. Lange nur auf Malerei festgelegt, offenbart sie bis zum 17. November dieses Jahres gleichbedeutend auch ihre Verliebtheit in eine Neuentdeckung: die Bronzekunst. Zu der entstand bei wiederholter Teilnahme an der Brandenburger Bildhauer-Sommerakademie Strausberg und hier aufgesogener Erlebniswelt im Kontakt mit deren künstlerischen Leiter Erich Sauer eine innige Beziehung. Über ihr Faible für das Künstlerische muss man sich schon wegen der nachhaltigen Eindrücke in der Kinderzeit nicht wundern. Die Großmutter malte, der Großvater machte Musik. Also keimte beizeiten eigener Drang. Den, beginnend bei Zeichenversuchen, dem Mitmachen in gemeinschaftlicher Malgruppe im Kindesalter und durch spätere Teilnahme am Kunstzirkel in der Oberschule entfachten Berufswunsch verwirklichte sie. In der Zeit des Studiums der Kunsterziehung und Geschichte sei sie, wie sie sich gern erinnert, wegen der exzellenten Ausbildung und der Begegnung mit unterrichtenden namhaften Künstlern sehr glücklich gewesen. Eigene Lehrtätigkeit sollte dann wegen der Stimme nur kurze Zeit möglich sein. Anschließend war sie im Kinderbuchverlag und später im Zentralinstitut für Geschichte der Akademie der Wissenschaften tätig. Ihr Fachgebiet Weimarer Republik hatte Prägendes. Einherging, so Angelika Bunke, ein unheimlicher Wissenszuwachs über damit verbundene Kunst und ihre Repräsentanten, insbesondere auf den Expressionismus bezogen. Diese Basis, gepaart mit der tiefgreifenden Wahrnehmung beeindruckenden Kulturgutes auf Auslandsreisen, half ihr nach einer großen gesundheitlichen Krise, nicht aufzugeben. Zum Überleben gehörte, ab der 1990-er Jahre, sich wieder praktisch mit Kunst auseinanderzusetzen. Nach zaghafter „Blümchenmalerei“ zwecks handwerklichen Übens war ihr schnell deren triviale Begrenztheit klar. So versucht sie seitdem auf ihre Art Stoffe, manchmal sogar philosophisch deutend, aufzugreifen und darzustellen. Sie fand heraus, dass gerade das expressionistische Herangehen gegenüber fotorealistischer Malweise am besten geeignet ist, ihre Vorstellungen in der Vielschichtigkeit auszudrücken. So kamen Titel zustande wie „Quadratur des Kreises“ oder „Der Weg“. Führt der ins Abseits, ins Jenseits oder geradeaus? Es sind Themen, die gleich „Dialog“, Kontroverse“, „Balance“, zu Mauerbau oder politischer Wende sie derart bewegen, dass sie herausfordernd auf das Interesse anderer hofft. Vielleicht, sagt sie sich, sehen Betrachter ihrer Bilder entgegen ihrer Assoziationen legitim ganz andere Hintergründe. Für den Bronzekurs mit Erich Sauer hat sie nur superlative Bewertungen. Geschaffene Bronzen, in die ideenhaft Realitätsdenken, Wünsche, Hoffnungen oder Ängste einflossen, sind ihr wie leibliche Kinder. Ihre Werkschau nennt sie „LEBENS-GESCHICHTEN“, weil ihr Kunst neben ihrer Familie „Medizin und Lebensinhalt“ bedeutet. Ihre künstlerischen Äußerungen seien aber Episoden, keine Romane. Zur Vernissage am 5. Oktober ab 18.00 Uhr im Kundencenter sind Besucher herzlich eingeladen.
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