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Die Stadtwerke Strausberg haben den Zuschlag erhalten


Neue Motoren für das Blockheizkraftwerk Nord können kommen
Die Stadtwerke Strausberg brauchen neue Gasmotoren für das Blockheizkraftwerk Nord. Diese sollen wie die bisherigen Motoren Strom aus Erdgas erzeugen. Die dabei entstehende Abwärme wird nach dem Kraft-Wärme-Kopplungs-(KWK-)Prinzip für die Fernwärme genutzt. KWK-Anlagen werden wegen ihrer hohen Effizienz und damit Umweltfreundlichkeit gefördert. Jeder Stromverbraucher zahlt pro verbrauchte Kilowattstunde Strom hierfür einen KWK-Zuschlag ein. Nach dem neuen KWK-Gesetz, das zum 01.01.2016 in Kraft getreten ist, wird aber nicht mehr jede neue KWK-Anlage > 1 MW (Megawatt) gefördert, sondern nur noch diejenigen, die auch langfristig wirtschaftlich arbeiten. Wie bei Windkraft- und Photovoltaikanlagen werden die Fördermittel nun in einem Ausschreibungsverfahren vergeben. Verantwortlich für die Ausschreibungsverfahren ist die Bundesnetzagentur.



Die allererste Ausschreibungsrunde für KWK-Anlagen startete vor kurzem – bis 01.12.2017 mussten alle Unterlagen der Anlagenbauer eingereicht werden. Das Ausschreibungsvolumen dieser ersten Runde umfasste 100 Megawatt. Kernstück der von den Anlagenbauern einzureichenden Unterlagen war ein Gebotswert in ct/kWh KWK-Strom. Der Höchstwert war auf 7 ct/kWh festgelegt, höher lautende Gebote wurden also von vornherein nicht berücksichtigt.



Am 08.12.2017 gab die Bundesnetzagentur nun die Ergebnisse bekannt: Sieben Anlagenbauer haben einen Zuschlag erhalten. Der niedrigste bezuschlagte Gebotswert betrug 3,19 ct/kWh, der höchste 4,99 ct/kWh. Insgesamt konnten bei dieser ersten Ausschreibungsrunde 81.981 kW, also rund 18 Megawatt weniger als geplant, bezuschlagt werden. Die Stadtwerke Strausberg GmbH kann durch die Zuschlagserteilung nun bald die drei Gasmotoren im BHKW Nord ersetzen. Alle drei zusammen sollen künftig 8 Megawatt KWK-Strom liefern. Im September 2019 sollen sie in Betrieb genommen werden. Dass die Stadtwerke Strausberg einen Zuschlag erhalten haben, zeigt einmal mehr, dass man es hier in Strausberg auch mit den großen der Branche und eben auch im Bereich Wirtschaftlichkeit aufnehmen kann. Nicht nur nebenbei ist die Zuschlagserteilung auch ein Erfolg für den Klimaschutz in Strausberg. Schließlich ist es vor allem auf die Kraft-Wärme-Kopplung zurückzuführen, dass Strausberg seit langem die CO2-Ziele erreicht und sogar unterbietet.
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