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So setzt sich unser Strompreis zusammen
(Tarif ssg.classic, Verbrauch 2.000 kWh)


Beim Blick auf die Stromrechnung zählt für viele nur eines: Die Höhe der Rechnung. Dabei steckt auch hier der Teufel im Detail, denn Sie bezahlen längst nicht nur den Strom, den Sie verbrauchen. Fast die Hälfte des Strompreises wird heutzutage durch Steuern, Abgaben und Umlagen verursacht. Aber was steckt genau dahinter? Und wofür ist das gut? Wir haben für Sie recherchiert und erklären, wie genau sich Ihr Strompreis zusammensetzt.

Der Strompreis hat viele Komponenten, aus denen sich der Preis auf Ihrer Rechnung letztlich zusammensetzt, wie beispielsweise Netzentgelte, Steuern und Abgaben. Wie hoch deren Anteil ist und welche Kosten sich sonst noch im Strompreis verbergen, erklären wir Ihnen hier:

Unser Strompreis setzt sich aus drei Hauptbestandteilen zusammen. Die Netzentgelte (einschließlich Messstellenbetrieb) haben einen Anteil von 24,69 %. Darin befinden sich die Kosten für den Stromtransport und den Netzausbau. Aber nicht die gesamten Netzentgelte unserer Kunden bleiben bei Ihren Stadtwerken – ca. ein Drittel bekommen die vorgelagerten Regional- und Übertragungsnetzbetreiber, die für den Langstrecken-Stromtransport in der Bundesrepublik Sorge tragen.

Die Preise für die Beschaffung und den Vertrieb des Stroms in Höhe von 26,41 % bilden den zweiten Bestandteil, welcher für den Stromeinkauf, dessen Produktion und die Kundenbetreuung anfällt. Die Stadtwerke Strausberg produzieren 30 – 40% des verkauften Stroms selbst – mittels moderner und umweltfreundlicher Technik in unseren Heizkraftwerken Mitte und Nord sowie unserer Photovoltaikanlage auf dem Dach unseres Verwaltungsgebäudes in der Kastanienallee.

Den letzten und somit dritten Teil unseres Strompreises bilden die Steuern, Abgaben und Umlagen

Die Konzessionsabgabe (derzeit: 1,59 ct/kWh), die für die Nutzung der öffentlichen Verkehrswege an die Gemeinde gezahlt wird, um die Verlegung und den Betrieb unserer Leitungen im öffentlichen Raum durchführen zu können. Die Konzessionsabgabe richtet sich nach der Konzessionsabgabeverordnung (KAV) und dem jeweiligen Konzessionsvertrag zwischen den Energieversorgungsunternehmen (EVU) und der zuständigen Kommune. Sie geht somit in den städtischen Haushalt über und wird im Haushaltsplan der Stadt Strausberg entsprechend weiterverwendet. Alle Strausberger sind übrigens eingeladen, an den steuerbaren Anteilen der Haushaltsplanung mitzuwirken.

Die Stromsteuer (derzeit: 2,05 ct/kWh), welche im Zuge der Ökosteuerreform im Jahre 1999 eingeführt wurde, hat das Ziel durch eine steuerliche Verteuerung von Kraft- und Heizstoffen sowie Strom einen Anreiz zum Energiesparen zu setzen und somit die Umwelt zu schonen. Eigentlich müsste jeder Stromkunde die Stromsteuer direkt an die Bundeszollverwaltung zahlen, da diese für die Erhebung zuständig ist. Aus verwaltungsökonomischen Gründen wird sie aber im Regelfall von den EVU verlangt, die sich die Steuer dann von jedem einzelnen Stromkunden erstatten lassen. Wer selbst Strom erzeugt und diesen nutzt, wird auch stromsteuerpflichtig und muss die Steuer selbst an die Bundeszollverwaltung zahlen. Natürlich gibt es auch bei der Stromsteuerpflicht Ausnahmen. So ist beispielsweise Strom, welcher aus erneuerbaren Energieträgern erzeugt wurde, von der Stromsteuer befreit. Sie fließt wie die meisten Steuern in den Bundeshaushalt ein.

Die KWK-Umlage (derzeit: 0,28 ct/kWh) fördert den Ausbau von Anlagen, in denen gleichzeitig Strom und Wärme erzeugt wird und die somit ebenfalls zum Schutz der Umwelt beitragen. Diese Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen arbeiten, aufgrund der Verwendung der Abwärme, welche bei der Energieerzeugung entsteht, sehr effizient. Grundlage für die Umlage bildet das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG). Sie wird von den Übertragungsnetzbetreibern jährlich, anhand der im Folgejahr auszuzahlenden KWK-Zuschläge, ermittelt.

Die EEG-Umlage (derzeit: 6,405 ct/kWh) dient der Förderung Erneuerbarer Energien und hilft bei der Finanzierung der Energiewende. Grundlage ist das „Erneuerbare Energien Gesetz“ (EEG), welches eben diese Förderung der Anlagen zur Stromerzeugung aus Wasserkraft, Deponie-, Klär-, Grubengas, Biomasse, Geothermie, Windenergie und Photovoltaik regelt. Die Übertragungsnetzbetreiber ermitteln und veröffentlichen bis zum 15. Oktober eines Kalenderjahres die EEG-Umlage für das folgende Kalenderjahr.

Seit dem 01.01.2012 wird die Umlage nach § 19 Abs. 2 StromNEV (derzeit: 0,305 ct/kWh) erhoben. Mit der Umlage werden die Stromnetzentgelte für die ganz großen Stromverbraucher geregelt. Diese erhalten individuelle Netzentgelte und zahlen so deutlich weniger für die Nutzung des Stromnetzes. Um die Einnahmeverluste der Netzbetreiber durch den Wegfall von Netznutzungsentgelten der Großabnehmer aufzufangen und den Netzausbau und damit die Energiewende durch die fehlenden Einnahmen nicht zu gefährden, werden durch die Umlage die erwarteten Verluste von allen Stromkunden aufgefangen. Insbesondere Haushalts- und Gewerbekunden sind von der Umlage betroffen – für alle Kunden mit einem Jahresverbrauch bis zu 1.000.000 kWh gilt der Höchstsatz von 0,388 ct/kWh.

Die Umlage für abschaltbare Lasten § 18 AblaV (derzeit: 0,005 ct/kWh) dient als Ausgleich für Unternehmen mit stromintensiven Produktionsprozessen, denen ein kurzfristiges Abschalten oder Drosseln einiger Teile ihrer Produktion möglich ist. Somit wird das Stromnetz vor Überlastungen geschützt. Die Grundlage dieser Umlage ist die Abschaltbare-Lasten-Verordnung (AbLaV). Die deutschen Übertragungsnetzbetreiber veröffentlichen die Höhe der Umlage jährlich bis spätestens 25. Oktober für das folgende Kalenderjahr.

Seit dem 01.01.2013 zahlen alle Stromkunden mit weniger als 1.000.000 kWh Verbrauch pro Jahr die Offshore-Haftungsumlage nach § 17 f (5) EnWG (derzeit: 0,416 ct/kWh). Diese Umlage soll Schadenersatzforderungen decken, die durch einen verspäteten Anschluss von Offshore-Windparks an das Übertragungsnetz an Land bzw. durch langandauernde Netzunterbrechungen entstehen könnten.

Auf die Gesamtsumme aller Bestandteile kommt nun noch die gesetzliche Mehrwertsteuer in Höhe von 19%. Seit dem Finanzreformgesetz von 1969 wird die Umsatzsteuer als Gemeinschaftssteuer Bund und Ländern zugeteilt. Ihre Anteile werden durch das Bundesgesetz mit Zustimmung des Bundesrates festgelegt. Zudem sind die Gemeinden seit 1998 am Umsatzsteueraufkommen beteiligt. Was mit der vom Stromkunden gezahlten Umsatzsteuer passiert, bestimmen jeweils für ihren Anteil die Regierung des Bundes, des Landes und der Kommune.

Nehmen wir nun alle Steuern, Abgaben und Umlagen zusammen erhalten wir einen Anteil von 48,9 %. Damit hat der Stromanbieter nur Einfluss auf 26,41 % des Strompreises bei der Preisgestaltung. Aber wir können Ihnen dabei helfen, Energie zu sparen und somit die Umwelt nachhaltig zu schonen.

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